Zentrum des Lichts

Ein Orden im Dienste des Argentumkreuzzugs
 
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 Angriff der Geißel - Eure Geschichte

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Nalija
Jean-Henri
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Charakterbeschreibung: Die junge Frau mag mehr als zwanzig, nicht aber mehr als fünfundzwanzig Winter zählen. - - - - - - - - - - - Um ihren Hals trägt sie eine dünne, silberne Kette, an der eine kleine, gläserne Phiole hängt, in der ein kleiner Lichtfunken flackert und gelegentlich tanzt.

BeitragThema: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:49 am

((Im Realmforum des Rates regte Maqua an, die Geschichte rund um die Invasion der Geißel aus persönlicher Sicht der Charaktere zu schilder. Weil mir der Thread sehr gut gefällt, will ich ihn mal hierher übertragen.))


Maqua schrieb:
Wie erlebt Euer Charakter die Angriffe der Geißel?

Ich bin neugierig, auf Schlachtberichte, Briefe, Tagebücher, oder aber Geschichten!

Bitte IC, bitte keine Spoiler. Bitte keine Flames. :)

Gern gesehen jedoch sind:

- Verknüpfungen mit Erlebnissen die IC passiert sind oder Berichte darüber.
- Aufgreifen anderer Erzähllinien
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Nalija
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:50 am

Maqua schrieb:
Gestern in einer abgeschlossenen Untersuchungskammer im Sanktum zu Sturmwind.

Starr blickt Maqua auf die Splitter des riesigen Kristalls, den dieses Wesen, das in der Kathedrale aufgetaucht war, hinterlassen hatte. Sie überhört in ihrer Konzentration die beiden Magister, die leise über die Option sprachen, das Tor aus Shattrath zu schließen.

Maqua hebt ihren Kopf, als sie von draußen schrille Schreie hört. Sie schließt ihre Augen, sammelt sich um ihren Geist von der Konzentration auf den blaugrünen Kristall zu lösen. Schon Stunden hatten sie nun mit der Analyse zugebracht, und noch immer waren die Ergebnisse unbefriedigend.

"Das war die Stimme von Magistra Haubitz!", rief sie und rannte zur Tür, doch die beiden Magister hielten sie davon ab, blind aus der Kammer in den Portalraum zu rennen.

"Ruhig, Mylady", meint der Erzmagier, "die Wachen werden sie schützen.", doch wenn Maqua früher den dunklen Augen ihres Mentors alles glaubte so sieht sie nun dass seine Worte mehr von Hoffnung denn von Wissen gebildet werden.


________________________________________________________________________________

heute:


Rasch trat Maqua aus dem Turm heraus auf die Rampe, um Atem zu schöpfen, doch über der Stadt stand die Luft wie eine Glocke, alles war durchdrungen vom Geruch des Moders, und über die Mauern hinweg, durch den trüben Himmel konnte Maqua die Nekropole sehen, die dunkel, drohend vor den Toren der Stadt hing, wie eine Spinne vor der Beute. Das giftgrüne Pulsieren der Energien lies Maqua erschauern, sie dachte an ihren Bruder, der in den Katakomben der Kathedrale lag, in seinem Sarg, den Deckel mit dem Wappen ihrer Familie über sich, geschützt von einem starken Segen, der verhindern sollte, dass seine Ruhe gestört wurde.
Doch nun war auch die Kathedrale kein sicherer Ort mehr. Direkt im Hauptschiff waren diese Kreaturen aufgetaucht, hatten Diener, Schutzsuchende, Priester, Paladine, Gläubige angegriffen und zu den ihren gemacht, und dem Schrecken entgegenzutreten, ihm am Ende zu entkommen war schwer gewesen.
Maqua zog die Brauen zusammen und schlang ihre Finger ineinander. Sie hatte sich den Schrecken nie ausmalen können, den es bedeutete, Familie, Freunde, Kollegen sich in Wesen verwandeln zu sehen, die das Gegenteil jedes Lichtes waren. Jenna, die gestern Nacht angegriffen wurde, lag immer noch darnieder, besorgt musterten alle, wie ihre Haut sich verfärbte, ihr Haar stumpfer, ihre Augen gelber wurden, und vergeblich mühte sich die Priesterin aus der Kathedrale darum, die Krankheit aufzuhalten. Maquas Gedanken kehrten zu ihrem Bruder zurück. Sein Bild im Kopf, sein Lachen im Ohr, sie wußte, dass er alles versucht hätte, die Welt rein zu halten, so wie Jamuel vor ihm.

Ohne die erhoffte Erfrischung, doch entschlossen kehrte Maqua zu ihrer Arbeit zurück. Sie würde sich heute Abend mit den anderen Streitern und Rittern des Ordens treffen, Berichte aus anderen Teilen der Welt hören und sie würden gemeinsam einen Weg finden, gegen diese Bedrohung vorzugehen.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:52 am

Wulf schrieb:
„ZURÜCK“ brüllte die Stimme des KalDorei die Umstehenden an. Gleichzeitig zog er einen langen, graden Eschenholzpfeil aus dem Köcher, noch bevor der Ghul, der um die Häuserecke gewankt kam die kleine Gruppe Elfen entdeckt hatte.
Zwei Pfeile schlugen mit einem dumpfen Schmatzen in das tote Fleisch ein als der Kopf der Kreatur herum ruckte und sie sich langsam schwankend in Richtung des Waldläufers in Bewegung setzte. Die anderen Elfen, vorwiegend Handwerker hier im nördlichen Teil von Darnassus, rannten mit von Entsetzen geprägten Gesichtern die Strasse hoch.
„Serrar, du bleibst bei mir, komm dem Ding nicht zu nahe“ knurrte der zurück gebliebene Waldläufer seinem Wolf zu und begann langsam nach hinten zu gehen.
Seine Augen fixierten den Untoten, der so seltsam deplaziert wirkte, hier in den grünen Strassen der noch jungen Stadt, zwischen den Efeu bewachsenen Wänden und geschwungenen Steinfassaden. Hier, wo man sonst nur das Singen der Vögel und den Duft der Blumen wahrnahm wirkte die zerfallende, stinkende Gestalt irgendwie unwirklich.
Aber er wusste, dass weder ihre Krallen noch ihre Zähne unwirklich wären, wenn sie sie in sein Fleisch schlagen konnte. Er wusste, würde sie ihn erreichen wäre er tot. Mit diesem Gedanken lies er den nächsten Pfeil von der Sehne schnellen und schickte ihn mit einem Gruß an Elune in den Körper des Toten.
Dann wirbelte er herum und brachte neuen Abstand zwischen sich und den Ghul. Im Laufen zog er drei Pfeile aus dem Köcher, legte sie übereinander an das Holz seines Bogens, sprang mit einer Drehung in die Luft und schickte seine drei Boten in Richtung seines Verfolgers.
Noch drei Mal wiederholte er dieses Spiel, bevor der Leichnam, gespickt mit Pfeilen vollkommen zerstört zu Boden fiel.
Tief atmete der Elf ein und versuchte seinen angespannten Körper irgendwie neue Kraft schöpfen zu lassen.
Seine Hand wanderte zu dem Wolfskopfamulett auf seiner Brust und er schickte seine Gedanken hinaus.
„Wie ist die Lage bei euch?“
Wie sanftes Wispern vernahm er die Stimme von Solvai in seinem Kopf. „Immer wieder versuchen einzelne Tote über die Brücke zu kommen aber besseres Schussfeld können wir uns gar nicht wünschen. Der Tempeleingang ist sicher.“ Mit einem Lächeln nickte Wulf. „Cerydwan?“ sandte er erneut einen Ruf zu den anderen Jägern. Die Stimme des anderen Elfen klang deutlich erschöpfter. „Wenn sie früh genug zu uns kommen können wir die Infektion aufhalten. Aber wie Herrin Leenia schon sagte, es sind so viele und es kostet viel Kraft…“ Mit einem Seufzen blicke der Waldläufer in den Himmel. „Ich weis. Ihr macht gute Arbeit. Weiter so!“
Er wünschte er könnte ihnen mehr sagen...
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:53 am

Iluvan schrieb:
Draenor-Nagrand

Iluvan ! Nun habt ihr die Essenz von Balthriazath in euch aufgenommen.
*Altrius streckt Iluvan seine Kriegsgleven entgegen und fordert ihn zum Abschluss seiner Ausbildung*
Ihr seit bereit für die spektrale Sicht eines Dämonenjägers... tut es.
*Iluvan nimmt die Gleven von Altrius voller Schmerz entgegen und brennt sich mit den magischen Klingen schreiend die Augen raus.
Iluvan schreit und fällt zu Boden. Er kniet vor Altrius. Er blutet kurz doch die Wunden schließen sich rasch.
Altrius spricht.
Nun kann Balthariazath euch nicht mehr entweichen.
Altrius nimmt Iluvan die Gleven ab und schneidet ihm Gravierungen in den Torso welche seine arkanen Fähigkeiten verstärken sollen.
Eure Ausbildung ist hier mit fast beendet.
*Iluvan nimmt eine Augenbinde und bindet sie über seine leeren lila leuchtenden Augen*
Altrius steht ernst vor dem knienden Iluvar und hilft ihm auf*
Ihr müsst eure Kriegsgleven selbst schmieden, die letze Zeremonie und der entgültige Eintritt in die Reihen der Dämonenjäger liegt noch vor euch auch wenn ihr nun jezt über alle Kräfte und Fähigkeiten unseres
Weges verfügt.
*Iluvar kommt langsam zu sich und steht auf*
Ich brauche keine Gleven. Ich eifere nicht Illidan nach auch wenn ich dieser damit Tradition entsage.
*Altrius leere Augenhölen funkeln Iluvar an*
Ohne den entsprechenden Waffen werdet ihr fallen und doch wundert es mich nicht was ihr sagt.
Ihr wart von jeher eigensinnig. Was habt ihr vor?
*Iluvan spricht schwach aber dennoch deutlich*
Ich werde ins Eschental zurückkehren und meinem Volk zur Seite stehen gegen die Geißel!
Der Nebel des Krieges liegt auf den Ländern Azeroth.
*Altrius runzelt die Stirn*
Ihr werdet vermutlich getötet werden von eurem eigen Volk. Ich habe euch außdrücklich erklärt welche Nachteile ein Kämpfer wie ihr haben werdet.
*Iluvan ballt beide Fäuste entschlossen*
Ich bin mir dessen und war mir dessen bewusst. Sie werden meine Hilfe brauchen.*
*Iluvan kniet vor Altrius*
Was kann ich für euch als letzes tun bevor ich Draenor verlasse.
*Altrius sieht sich um und streichelt seinen Netherdrachen*
Geht. Ich wusste das ihr mich enttäuscht , doch wuste ich das es eine Enttäuschung wird die ich akzeptieren kann.
*Iluvan steht langsam auf und hält seine Hand entgegen Altrius*
Wir werden uns wiedersehen alter Freund. Ich werde siegen und jedwegen Feind zerschmettern.
*Altrius seuftzt*
Ihr hättet diesen Weg niemals einschlagen dürfen.
*Iluvan erwiedert*
Und doch habe ich es.
*Iluvan wendet zum gehen und Altrius ruft hinter her*
Sie werden euch töten !...
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:53 am

Nalija schrieb:
Wieder waren Nekropolen über den Pestländern gesehen worden, Retgar hatte sie ihr über den Kodierer gemeldet und sie um Hilfe gebeten.

Rasch schnürte die Priesterin ihr Bündel und bestieg das Schiff, das seltsamer Weise nicht nach Menethil, sondern zum Hafen von Sturmwind fuhr.

"Warum hat mich das Licht nach Sturmwind geführt?" dachte sie noch, als sie einen Hilferuf von Maqua von Doranthor empfing, die Seuche sei in der Kathedrale.

"Naja, da wird wohl einer dieser Ghule hingelangt sein, kein Problem" dachte sie und versprach, vorbei zu kommen. Zügig glitt sie vor der Kathedrale vom Pferd und stürmte nicht eben würdig die Treppen hinauf, um die Schabe oder den einzelnen Ghul zur Strecke zu bringen, da sackte ihr die Kinnlade herunter, als sie über die Schwelle des ehrwürdigen Gebäudes trat.

Ghule, wohin das Auge fiel! Am hinteren Ende der Kathedrale sah sie Maqua stehen, irgendwie gelang es ihr, dorthin zu kommen und diese vor der Seuche zu retten. Gemeinsam flohen sie in den Keller und überprüften den Sarg von Maquas Bruder.

Wieder zurück in der Kathedrale war in deren Mitte ein seltsamer Kristall entstanden, verderbt und unheilvoll. Immernoch schwirrten unzählige Ghule herum. Rasch brach Nalija ein Stück des Kristalls ab und dann versuchten sie sich gemeinsam gegen die Ghule zur Wehr zu setzen.



Die Schlacht brandete lange, derweil sie immer wieder um Hilfe in den Pestlanden gebeten wurde. Die Schlachtgruppe wuchs und wuchs, schließlich gelang es, der Stadt eine Weile der Ruhe zu geben. Dennoch war man nirgendwo wirklich sicher. Durch Glück stieß Nalija auf Schwester Kajshna Loandra, gemeinsam kämpften sie gegen einzelne Ghule, bis sich Kajshna um die Kinder im Waisenhaus kümmern konnte.

Als die Lage endlich sicher schien, nahm die sehr erschöpfte Priesterin einen Greifen zu den Pestländern, nur um dort zu erfahren, dass die Nekropole dort geschlagen sei. Dafür wäre eine über der sengenden Schlucht aufgetaucht.

Dank der großen Zahl der Helfer dort war dem Spuk schnell ein Ende gesetzt und fast jegliche Kraft aus der Frau gewichen. Die Wahl, wo sie die Nacht halbwegs sicher verbringen würde, fiel auf Shattrath und gegen einen unbekannten Fleck Erde in Elwynn.

Shattrath sei sicher, hörte man. Die Naaru würden es halten. Und wirklich, durch den Ruhestein in die vertraute, schlicht-praktische Schlafstube der Aldor gebracht, war dort oben alles in Ordnung. So machte sich Nalija noch einmal auf zum Fahrstuhl, zur Bank, um ihre Sachen vor dem Schlafen noch einmal zu ordnen.

Ein fataler Fehler, denn auf der Terasse des Lichts tobten wahre Ghulhorden, nicht mal bekämpfen konnte man diese, ob es eine neue Gattung war? Mit Djaras Hilfe entkam Nalija dem Schrecken und fiel oben in einen traumgebeutelten, unruhigen Schlaf.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:54 am

Alviriel schrieb:
Sturmwind, Handelsdistrikt. Ganze Horden von Ghulen, wohin das Auge blickt. Ich stehe verborgen und beobachte das Treiben. Ich habe vor langer Zeit meiner Aufgabe als Heilerin abgeschworen, mich anderen Dingen zugewandt. Doch als ich in die ängstlichen Gesichter der Infizierten blicke, kann ich nicht anders und versuche zu helfen. Dennoch sind es zu viele. Ich kann ihnen nicht allen helfen. Ich eile hastig in die Altstadt, doch auch dort das gewohnte Bild - Ghule, es scheinen unendlich viele...

Als ich im Wald von Elwynn nach ein wenig Ruhe suche, ereilt mich der Hilferuf eines Freundes. Er hat die Aufgabe erhalten, nach Nekropolen zu suchen und Runen zu beschaffen. Wir reisen nach Aszhara, dann weiter in die Pestländer. Überall Tod, Verderbnis. Ich fühle mich schwach, hilflos.

Abends kehre ich nach Eisenschmiede zurück, versuche mich zu beruhigen. Doch es gelingt mir nicht. Überall diese düstere, vom Tod geschwängerte Stimmung. Und ganz tief in mir die Stimme, die sich fest in meine Gedanken haftet: Es hat gerade erst begonnen...
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:55 am

Filyiná schrieb:
Völlig aufgelöst polterte Altraius halb fallend in das Büro des Zugführers.
„Leutnant, Leutnant...die Geißel ist vor den Toren der Stadt“ keuchte Altraius völlig aufgeregt heraus ohne die militärische Form einzuhalten, wenn man den Raum eines Offiziers betritt.
„Soll das etwa ein schlechter Scherz sein Soldat“ fauchte Leutnant Furón sichtlich verärgert dem Soldaten Altraius entgegen!
„Neeein... das würde ich mich niemals wagen...Herr Leutnant.“ immer noch keuchend.
„Direkt vor den Toren schwebt eine Nekropole“ sagte Altraius langsam zur Ruhe kommend, dennoch sichtlich angespannt.
Der Zugführer schaute zu dem gegenüberliegenden Schreibtisch an dem sein Stellvertreter Feldwebel Falstâd saß.
„Trommel die Mannschaft zusammen und kontaktiere unseren Späher in Theramore“
„Ich will das alle Mann in spätestens zehn Minuten gefechtsbereit im Flur Angetreten stehen“ Fauchte der Leutnant sichtlich beunruhigt!
„Wir werden die Stadt verteidigen“ Das waren die letzten Worte, die der Leutnant mit geballter Faust zu seinem Stellvertreter sagte, ehe dieser hektisch in der Waffenkammer verschwand.
Auch der Leutnant begann nun sich auf die bevorstehende Schlacht vorzubereiten.
Als sich nun alle verfügbaren Soldaten versammelt hatten, gab der Zugführer eine kurze Einweisung, hielt sich aber sehr kurz da die Zeit drängte.
Schnell waren alle Mann auf Marktplatz und das Tal der Helden verteilt um der Flut der Geißel entgegen zu wirken.
Keine Sekunde zu früh griffen die Soldaten in das geschehen ein.

Ein trauriger Tag, den sehr viele ließen an diesem Tag Ihr Leben für Sturmwind und dessen Bewohner.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:56 am

Gyldor schrieb:
Kisten mit Korn um die Hungernden zu nähren... verseuchtes Korn um die Schwächsten dahin zu raffen, um die Lebenden an dem Punkt zu treffen der sie von den Untoten scheidet.
Es wiederholt sich. Es ist wie in damals in den Dörfern Lordaerons.
Nein nicht alles ist wie damals... ich folge nicht der Allianz dieses mal... ich folge keinem Arthas Menethil in den Kampf um das Leben selbst.
Freunde angesteckt und Feinde... kämpfen werd ich um jeden von ihnen.
Vieleicht ist das der Sinn, den die in den Wirren entdecken, die einen suchen: Freunde und Feinde sind gleich im angesicht der untoten Legionen. Blutritter kämpfen an meiner Seite... Verlassene kämpfen an meiner Seite... Hexenmeister kämpfen an meiner Seite... Die Allianz? Ich werde sie fragen... es gibt genug Feinde für uns alle in diesen dunklen Tagen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt heißt es. So will ich es halten. Ich werde sie nicht sterben lassen!
Der Mantel der Argentumdämmerung sitzt und steht mir als hätte ich ihn schon immer getragen. Das Banner in meiner Faust gibt mir Kraft und denen die mit mir stehen oder fallen.
Gestern rammte ich es in den sandigen Boden der Wüste von Tanaris, umgeben von den Kadavern der Ghule, die unseren Zorn endlich zu spüren bekamen.
Arthas! Wir werden kämpfen! Wir werden nicht weichen!
Ich hatte es kommen sehen. Ich hatte das leere Grab des Pferdes bemerkt. Ich sah die Schaben und Ratten.
Sie lachten und nannten mich einen Narren als ich vom Lichkönig sprach, er sei nur das Schreckgespenst eines verblendeten Paladins... wie sehr hatte ich gebetet sie mögen Recht behalten...
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:56 am

Ranar schrieb:
Schwer atmend stolperte Ranar in die große Halle im Zwergenviertel in Sturmwind. Polternd und scheppernd fielen sein Streitkolben und Schild zu Boden. Ranar sank auf die Knie und ließ sich auf den Boden fallen. Einige Sekunden blieb er liegen, bemühte sich um ruhige Atmung und um einen klaren Gedanken.

Der Paladin stand wieder auf, wankte kurz. Er hatte sich nicht wenige Verletzungen zugezogen im Kampf gegen die Geißel. Sein linkes Bein war arg lädiert, sein Waffenarm fast taub. Und sein Pferd war tot, tot wie all die anderen Pferde, zu Hause auf seinem Gestüt. Oder seinem ehemaligen Gestüt, besser gesagt.
Ranar schüttelte den Kopf und grinste schief. War es egoistisch an seine Pferde zu denken, wo so viele in den letzten Tagen gestorben waren? Mitglieder vieler Völker hatten ihr Leben gelassen im Kampf gegen diese Seuche.

Er hob die Waffe und das Schild wieder auf und ging langsam, humpelnd, zurück zum Eingang. Der Weg kam ihm weit vor. Er blieb vor dem Tor stehen und sah nach draußen. Kein lebendes Wesen war zu sehen, und dem Licht sei dank, auch keine lebenden Toten. Dafür genügend, die nicht mehr lebten. Und es stank. Nach Tod, Verwesung, nach Krankheit.
Ranar verließ die große Halle endgültig und ging, so zügig er eben konnte, in Richtung Burg.
Weit kam er nicht. Schon von weitem sah er unzählige Diener der Geißel in das Zwergenviertel strömen. Ranars Griff um seinen Streitkolben wurde fester, er konzentrierte sich und spürte, wie heilige Kraft ihn durchströmte. Mit einem Schrei rannte er los und stürzte sich in den Kampf.

Schon nach wenigen Sekunden wusste er, dass seine Bemühungen nutzlos waren. Er ließ sich von den ekligen, halb zerfetzten, wandelnden Leichen zurücktreiben, schlug einem den Schädel ein und flüchtete sich mit zwei weiten Sätzen in den Gang, der zur Tiefenbahn führte. Ranar ignorierte die Schmerzen in seinem Bein und rannte. Er hörte seinen Kommunikator:

„Grüße, ist irgendwer noch am Leben? Wie ist die Lage?“
„Ranar hier, es tut gut, dich zu hören. Die Lange ist den Umständen entsprechend.“

Der Paladin blickte hinter sich, er hatte einige Schritt Entfernung zwischen sich und seine Verfolger gebracht. Dem Licht sei dank waren diese Wesen so langsam! Er bleib stehen, ging plötzlich langsamer. Er sprach in sein Gerät:

„Ich verschwinde aus Sturmwind, sonst geh ich hier noch drauf. Wie so viele andere.“
„Pass auf dich auf, Ranar.“
„Und du auf dich, bitte....ich schalte ab“.

Ranar schaltete das Gerät ab, sprang in den Vorfahrenden Wagen der Tiefenbahn und war schon wenige Augenblicke später in relativer Sicherheit.

„Ich gebe Sturmwind auf...“, dachte Ranar.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:57 am

Amrei schrieb:
~ Sturmwind, früher Morgen ~

Nur wenig hatte sie ruhen können, die Schreie hallten die ganze Nacht durch die Gassen und gingen einem durch Mark und Bein, der beissende Gestank von verfaultem Fleisch hatte sein Übriges beigetragen. Amrei Anderson erhob sich von ihrem Nachtlager in der kleinen Taverne im Park und sah sich um. Die Barrikaden hatten glücklicherweise stand gehalten. Die Gaststubenbesitzer hatten den Ort wohl Hals über Kopf verlassen müssen, eine Reihe geleerter Krüge und Becher standen noch auf der Theke, ein großer Kessel mit Eintopf auf der erkalteten Feuerstelle.

Amreis Blick fiel auf ihre beiden Mitstreiter, die zu schlafen schienen. Leise erhob sie sich, ihre Hand tastete nach ihrem Streitkolben. Sie zurrte ihren Gürtel zurecht und brachte die Waffe an, dann lenkte sie ihre Schritte zu dem kräftigen Kerl, der schwer gerüstet auf einem der Stühle kauerte. Aufmerksam musterte sie das Gesicht des schlafenden Mannes. Soldat Eldanar, sie war froh, ihn in dieser fremden Stadt wieder getroffen zu haben. Amrei war nicht wirklich erfreut gewesen, dass die Argentumdämmerung sie nach Sturmwind abkommandiert hatte, war ihr Platz doch im Norden. Aber anscheinend war es wichtig, soviele Streitkräfte wie irgend möglich ins Wrynns Stadt zu entsenden. Die Befehlshaber würden wohl schon wissen, was sie warum anordneten... Sie erinnerte sich, wie Eldanar sie gestern bis spät in die Nacht durch die Straßen geleitet hatte, unermüdlich und mit jenem Pragmatismus, wie ihn nur erfahrene Soldaten beherbergten. Unzählige Kreaturen hatten sie vernichtet, wenngleich es schien, mit jedem Erlösten erwachten drei an der nächsten Ecke.

Die Priesterin griff nach der Feldflasche, die auf dem rustikalen Eichentisch stand. Sie schraubte diese auf nahm mit ungerührter Miene einen Schluck von dem noch lauwarmen Gebräu. Es blieb bei dem Versuch, mehr als nur einige Bissen von dem Dörrfleisch zu sich zu nehmen, jeder schien im Halse stecken bleiben zu wollen. Amreis Blick fiel auf den zweiten Mann, der am Fuße des Tresens ruhte. Falconiér, ebenfalls ein gestandener Kerl, der wohl sein Leben dem Militärdienst verschrieben hatte. Ein wenig verschroben war er wohl. Beinahe schmunzelnd betrachtete sie die gewissenhafte Anordnung von Habseligkeiten des Mannes neben sich; seine rechte Hand ruhte auf dem Schwert, welches er nahezu liebevoll und in aufwändiger Prozedur in den nächtlichen Stunden auf Vordermann
gebracht hatte.

Ob die Kathedrale noch stand? Und was war mit dem König? Amrei spürte, wie die Unruhe wieder in ihr anstieg. Sie wollte hinaus und helfen, ja selbst wenn es aussichtslos erschien. Die augenblickliche Situation war jedenfalls verfahren. Sie steckten in dieser Taverne fest, abgeschnitten und ohne Kontakt zum Kommandostab. Und um sie herum regierte das pure Chaos. Wie wohl bekannt ihr diese doch Lage war. Nahezu identisch schien sich die Geschichte zu wiederholen, es war wie damals beim Fall von Stratholme. Anderson begann, ihre Sachen zu packen, ölte sorgsam ihre Waffe mit jenem Elixier, welches die Seelenlosen so verabscheuten und sie zu peinigen wusste. Dann rüttelte sie an der
Schulter von Eldanar: "Zeit, weiter zu kämpfen, Soldat!"
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:58 am

Mormegil schrieb:
Die Hufe des Drenai zermlamten bei jedem Schritt die Knochen, die die Stasse bedeckten. Der Gestank war bestialisch. Verwesung, Blut, Angst, Schwarzpulver und Rauch. Und immer wieder donnerte der kurze, harte Knall des Khoriumzerstörers durch die Gassen.
Durchladen, anlegen, schiessen.
Die Tore von Sturmwind waren gefallen, es war ein einziger Häuserkampf.
Durchladen, anlegen, schiessen.
Überall die Untoten. Wie letztens auf der Insel, auf dem Schiff. NEIN, nicht daran denken...
Durchladen, anlegen, schiessen.
Die Gedanken sind klar, Emotionen gibt es keine. Nur Effiziens.
Durchladen, anlegen, schiessen.
Sein Bein stösst gegen eine Steinmauer und fast automatisch läst er die nächste Miene fallen.
Durchladen, anlegen, schiessen.
Dann umdrehen und in das Gasthaus springen. Eng gedrängt stehen sie, einige werfen arkane Energien gegen die Untoten draussen, andere helfen den Verletzten und reinigen die Infizierten. Die Heilerin der Agentumdämmerung leistete ganze Arbeit. So hatte er die Goldene Rose noch nicht gesehen.
Er drehte sich weder zur Tür und seufzte.
Dahinten kam eine neue Welle. Es waren so verdammt viele. Zwischen Momenten der Ruhe fluteten sie durch die Strassen wie ein unendliches Meer der Verdammnis. Die Verteidiger konzentrierten sich nurnoch auf die wichtigsten Punkte.
Die Lazarette der Argentumdämmerung, den Magierturm, die Kathedrale, das Waisenhaus, das Materiallager im ehemaligen Auktionshaus und der Bank und die Burg.
Mormegil legte wieder an. Er ziehlte auf das zerfallene Gesicht des nächsten Ghuls der auf die zerrissene Tür zustürmte. Sein Finger krümmte sich und der Khoriumzerstörer donnerte erneut seine tötliche Ladug gegen den Feind.
Wie zum tausendesten Mal heute...

(( Danke Leute, eure Texte sind toll! ))
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:58 am

Katie schrieb:
An diesem Abend trafen sie sich auf dem Markt in Ratchet. Shanoo, ihre Freundin, war dort, und ihrer beider neuer Freund Gromash.

Katie hatte in den vorangegangen Tagen schon ein paar Mal erlebt, wie Veränderungen mit Lebewesen - Orks, Elfen, Tauren und anderen - vor sich gingen. Sie wirkten abwesend... fremdartig... Aber das war halb so schlimm gewesen. Sie konnten noch jedesmal geheilt werden. Skorbut war schwerer zu heilen und hinterließ Folgen, anders als diese vorübergehende Infektion. Doch heute war es anders.

Immer wieder flogen Fetzen eines Gesprächs an ihr Ohr, das abseits ihrer Runde geführt wurde. "...Es wird schlimmer...", "...habt Ihr die Proben erhalten...", Sie erkannte Ân, den blassen Leiter der Shan Dorei, und den Druiden Nonotonka. Er war noch schweigsamer als sonst. Etwas abseits, zum Steg hin, blickte Gyldor, der Elf, aufs Meer hinaus. Seinen Namen hatte sie einmal bei einem fröhlichen Fest aufgeschnappt. Nun schien er angespannt und besorgt und sah sich fortwährend wachsam um.

Dann begann es.

Ein Schiff lief am Steg ein. Zuerst traf es eine der Goblinwachen. Das grünliche Leuchten, das Katie schon öfter als erstes Zeichen der Infektion beobachtet hatte, begann um die kleine Gestalt zu glimmen. Und dann, schnell, viel zu schnell, kam die Verwandlung. Die Glieder dehnten, wölbten sich, wuchsen zu grotesken Missbildungen heran, das schlitzohrige Gesicht verzerrte sich zu einer gespenstischen Maske...

Nicht lange dauerte die grausige Verwandlung an. Die anderen Wachen schossen die obszöne Gestalt in wenigen Augenblicken nieder.

Aller Augen lagen entsetzt auf dem, was von dem Goblin übrig war. Die Gespräche waren verstummt.

Dann trat Gyldor vor. "Es ist soweit", sprach er ruhig. "Nun ist es Zeit zu handeln. Bleibt zurück, es kommt über die Schiffe... ich kann es eine Zeitlang aufhalten, aber es wird mich viel Kraft kosten."

Wieder fuhr ein Schiff in den Hafen ein, und diesmal traf es zwei der Wachen. Gyldors Lichtzauber strahlten auf wie helle Sterne, wieder und wieder, trieben die unheilige Macht aus den geschundenen Körpern. Doch es war nicht mehr einfach wie noch vor wenigen Tagen. Länger und länger dauerte es, bis das grüne Leuchten nachließ, und jedesmal, wenn es vorbei war, krümmte sich der Paladin vor Schmerz und Erschöpfung zusammen. Die Umstehenden sahen hilflos zu. Wer es vermochte, versuchte Gyldor Kraft zu schenken, doch viel half es nicht. Es konnte nicht lange so weitergehen.

Einige der Anwesenden ertrugen die Untätigkeit nicht länger. "Wir fahren zur Beutebucht!" riefen sie. "Wir müssen herausfinden, woher dieser Fluch stammt!" Und bevor man sie aufhalten konnte, waren sie schon auf dem Schiff. Und dann kamen sie wieder.

Die Wartenden wollten das grüne Leuchten nicht sehen, es nicht wahrhaben, doch es war da, unübersehbar. Gyldors Anrufungen leuchteten hell auf und blitzen über das Meer, doch er konnte es nicht mehr aufhalten. Die Verwandlung setzte ein, bei einem, bei einem weiteren... Die Wachen stürzten sich auf sie, auch Gyldor, der erkannte, dass es für die Elenden keine Hilfe mehr gab, setzte nun das Licht zu ihrer Vernichtung ein. Ihr Ende kam schnell.

Fast unbemerkt war Ân zu Gyldor getreten und legte ihm die Hand auf die Schulter: "Halt ein. Tötet nicht alle. Wir müssen es untersuchen. Wir brauchen ein lebendes Exemplar."

Katie schnürte es die Kehle zusammen. Und dann hörte sie die leise, aber entschlossene Stimme ihrer Freundin: "Ich werde es tun. Nehmt mich."

Gromashs mächtige Orkpranke zuckte zum Griff seines Schwerts, drohend blitzten seine Augen den hageren Blutelfen an. Doch zu einem Kampf kam es nicht mehr. Eine neue Welle von Infizierten kam mit dem Schiff, und es blieb nichts als Flucht, überstürzte, wahnsinnige Flucht. Katie fand Gromashs zerschmetterten Körper in der Steppe abseits der Stadt. Sie weinte und belebte ihn. Shanoo fanden sie in Crossroads wieder, und nach und nach fanden sich auch die anderen ein. Sie stärkten sich bei einem Feuer, aßen, tranken, versuchten das Grauen mit Tanzen und Lachen zu vertreiben. Doch das Lachen blieb belegt, verhalten. Gyldor war da, er sprach in ruhigen, festen Worten zu ihnen. Es war gut, ihn zu haben.

Shanoo, Gromash und Katie verbrachten die Nacht am Strand von Durotar unter den Sternen. Lange blieben sie wach, bis sie in einen tiefen, traumlosen Schlaf fielen. Die Welt würde nie mehr so sein wie zuvor.

-----------
OOC: Dies ist nicht nur Katies Erlebnis, es soll auch ein Beitrag zu Gyldors Initiative für einen Bund gegen die Geißel sein. Auch wenn die Zombie-Wellen zunächst versiegen, wird das sicher nicht die letzte Gefahr gewesen sein. Halten wir zusammen!
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 11:59 am

Murkey schrieb:
"Werter Eor,

die Kisten, welche die Seuche verbreiten tragen Runen. Meine Analysen haben ergeben, dass diese Runen anscheinend nicht selber gefährlich sind, sondern einen Schutz für etwas in den Kisten darstellen. Anscheinend muss das verseuchte Getreibe vor etwas geschützt werden.

Eure Runenkenntnis ist tiefer als die meine. Wenn Ihr mutig seid, so geht in Begleitung eines Priesters oder Paladins zu den Kisten am Steg in den Kanälen von Sturmwind und analysiert die Runen.

Kann es sein, dass die Runen vor Licht schützen?

Die Zombies vergehen im Licht des Tages. Von der Geißel eroberte Gebiete sind von einem Dunst überzogen, der das Licht schwächt. Sollte die Macht des Lichts so einfach sein: Die Sonne?

Meister Murkey"

Müde ließ der Gnom die Feder sinken.
"Hoffendlich findet Eor mehr heraus als ich."

Es gibt einfach zuviel zu tun. Soll ich mein Experimente an Arkanoiden beschleunigen? Die Integration von Eichhörnchen funktioniert recht gut. Vielleicht sollte ich es mit agressiveren Tieren versuchen? Katzen? Eine Armee jagender, nahezu unverwundbarer Arkanoiden würden die Geißel vertreiben können. Aber woher die Rohstoffe nehmen?
"Selbst die Seher haben nicht soviel Arkankristall..."

Oder soll ich meine Forschungen an der Seuche fortführen? Nun, es war nicht so schwer gewesen, festzustellen, das Licht die Zombies schwächt. Aber warum heilt Sonnenlicht nicht, jedoch das Licht eines Paladins? Eine entscheidende Komponente muss mir engangen sein.
"Vaelon fragen?" murmelte er

Oder einfach in die Schlacht ziehen? Dort draussen kämpfen gute Freunde. Gesichter, die ich wiedersehen will. Er betrachtete seinen kleinen, zierlichen, dürren Hände. Auf einen Gedanken hin wurde sie von Feuer umspielt.
"Ich weiss, ich kann den Tod und die Erlösung bringen. Vielleicht Duzende retten. Aber könnte ich mit meinen Forschungen nicht Hunderte retten?"

Nie wieder will ich auf Dämonen angewiesen sein, hatte ich mir geschworen. Doch an Abenden wie diesem vermisse ich die Diskussionen mit Pippep doch. Auch wenn er immer widersprochen hat, so hat er mich wenigstens nie wegen meinen Theorien verbrennen wollen.
"Nunja, eigendlich wollte er mich immer aus reiner Bosheit verbrennen."

Bei dem Gedanken grinste er leicht. Dann zwirbelte er gedankenverloren seinen Schnurrbart.
"Wie auch immer. Unausgeschlafen kann ich nichts von dem erfolgreich angehen."

Er lauschte in die Nacht. Einzelne Gewehrschüsse zeigten, dass die Wachen noch zu tun hatten. Aber es bestand scheinbar keine größere Gefahr. Dann schloß er die Augen und schlief direkt auf dem Stuhl ein.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:00 pm

Monriba schrieb:
Endlich ein hoffnungsschimmer. Die Kämpfe dauerten immernoch an. Ghulherden liefen durch die Städte. Die Bewohner waren geflüchtet oder gefallen. In Shattrath war es wie damals....beim Ersten Krieg der Orks. Es roch nach Blut, Gift und Toten. Ein wiederwärtiger Gestank. Doch was war das? Ein Helles Licht. Hier. Ein Frau sprach Monriba an und bat sie ein Heiliges Artefakt zu Velen zu bringen. Endlich! A´Dal griff ein. Sie nahm das Artefakt an und machte sich auf den Weg. Nichts ahnend wie schrecklich dieser Gang sein sollte.

Sie war keine fünf Schritte vor dem Portal entfernt, da begann es. "Werft es weg"...."Grüße"....."Der Gestank widert mich an"..."Werft es weg". Zuerst waren es nur leise Stimmen und Monriba wuste nicht, was sie da hörte. Waren es Ahnen? War das Artefakt verdorben? Sie schwankte ein wenig in ihrer Entschlossenheit und war geneigt es wegzuwerfen. Nein....es musste zu Velen. Er würde wissen was er damit anfängt. Sie schritt durch das Portal und war in der Exodar. "Wirf es weg!". Wurde die Stimme drängender? Sie war sich alles andere als sicher. Doch dann tauchte die Schemenhafte Gestalt vor ihr auf. Ein Geisterschemen.

"Dieses kleine Spielzeug wird euch nicht retten. Das Licht kann sich nicht mit der Macht des Lichkönigs messen. Wirf es weg und erlöse dich von dem was du Leben nennst, von den Schreien und dem Leiden. Schließe dich uns an!"

Ihre Augen weiteten sich. Aber jetzt war sie entschlossen das Artefakt zu Velen zu bringen.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:00 pm

Nítara schrieb:
Wie einst in den Straßen Silbermonds sah ich sie wieder wandeln. Nicht so viele, noch nicht, doch werden es mehr mit jeder Stunde. Trete ich in die Wälder hinaus, sehe ich die Vorboten dessen was sich langsam über das Land ausbreitet. Einen dunklen Schatten der sich weit über unzählige Baumkronen erstreckt.

Damals fast noch ein Kind, schreckte mich der Anblick bis tief in die Seele. Heute, herangewachsen und gereift, schrecken mich diese Bilder erneut. Ist es nicht nur mein eigenes Leben das ich fürchte zu verlieren. Sind es nicht mehr meine Eltern die ich fürchte fallen zu sehen.

Meine Kinder werden nicht durch die Hand deiner Schergen fallen. Meine Schwester wird nicht zu einer deiner Diener. Die wenigen Herzen die das meine berühren, werde ich nicht sterben lassen. Die Stadt die sie lieben, werde ich nicht kampflos übergeben. Und mögen auch Zweifel aufkommen im Angesicht der übermacht, so wird ein Gedanke an jene die es wert sind diese Zweifel verwischen.

Damals waren wir nicht bereit für diese Schlacht. Heute, Schrecken erfüllt die Herzen, man sieht es jedem an, der auch nur ein Stück weit in sich blicken lässt. Dunkle Erinnerungen die uns in den Nächten nicht ruhen lassen, Schatten der Vergangenheit die unsere Träume zu Labyrinthen der Angst werden lassen.

Es sind die Schwerter die jede Nacht seid dem Abend im Gasthaus geschärft neben mir liegen. Es ist die Rüstung die ich immerzu bei mir trage, meinen Wolf schwer tragen lasse um vorbereitet zu sein auf alles was dort kommen könnte.

Dieses mal werden wir nicht rennen. Dieses Mal werden wir nicht weichen. Wir geben nicht mehr her was wir uns so mühsam zurückgekämpft haben, immer noch verteidigen! Dieses Mal wirst du nicht siegen. Dieses Mal wirst du uns nicht mitten ins Herz treffen, uns nicht nehmen was wir so sehr lieben.

Und bald wird die Zeit kommen in der wir Rache nehmen werden für alles was du getan hast, alles was du hinterlassen hast, alles was du zerstört hast. Rache für unsere Freunde, unsere Familien, unsere Geliebten. Gerechtigkeit für jeden Gefallenen der durch deine Hand den Tod fand. Erlösung für jeden Freund der unter deinem Befehl dienen muss.

Wir werden dich brennen lassen in dem Feuer das in uns lodert, werden dich fallen sehen, und möge es auch unser eigenes Ende sein.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:00 pm

Eranador schrieb:
Ein weiterer teuflischer Plan der Allianz, ein neuer Schachzug im Kampf gegen sein Volk und seine überlegene Zivilisation, das waren die ersten Dinge, die dem Weltenwanderer in den Sinn kamen, als er zeuge des Ausmaßes der Katastrophe wurde. Es brauchte ein paar Augenblicke bis ihm bewusst wurde, wie grottendämlich diese Vorstellung war. Verstohlen sah Eranador sich um, glücklicherweise konnte keiner der anderen Anwesenden seine Gedanken lesen.

Die Getreidekisten waren vor zwei Tagen in Silbermond aufgetaucht. Die Gassen der Armen und der Meuchelmörder waren als Platzierung geschickt gewählt wurden, niemand scherte sich um zurückgelassene Waren und den Hungrigen war jede Spende willkommen.

Zwei Tage.

Übelkeit stieg in ihm auf als er begriff, wer bereits alles infiziert worden war, und vor allem wie. Die ersten Geißelopfer waren die Bettler geworden. Als zweite Gruppe waren die Sanitäter auszumachen, die am Torbogen ihre Kunst der ersten Hilfe anboten - sie mussten sich um die ersten Kranken gekümmert haben und wurden in dessen Folge gebissen. Ein altbekannter Gedanke schlich ihm in den Kopf: die Unschuldigen sterben wie immer zuerst. Schnell verwarf er ihn wieder, dies war die Zeit zum Handeln.
Eranador hatte während des Angriffs zu einer kleinen Gruppe, bestehend aus Blutrittern, Gyldor, dem Paladin und Sonnentemplern, gefunden. Das größte Rudel der Ghoule war gerade zerschlagen worden - fürs Erste.
Hezekin, einer der Oberen Blutritter, erteilte den Anderen Anweisungen. Während sein Blick langsam über den Platz schweifte, erkannte Eranador eines der unnatürlich großen, aggressiven Insekten, die die gesamte Stadt überrannt hatten. Er zog sein Messer und tat das, was er am Besten konnte.

"Eines weniger."

In dem Augenblick, als er die Klinge in den Panzer des Tieres rammte, platzte die Schale auf und eine dampfende Flüssigkeit spritzte ihm ins Gesicht und auf die Rüstung. Das Sekret war nicht heiß, trotzdem brannte es auf seiner Haut. Halb blind verlor der Weltenwanderer das Gleichgewicht und knallte hilflos auf den Marmorboden. Der Versuch, die Flüssigkeit wegzuwischen, machte alles nur noch schlimmer - der Schmerz breitete sich auf seine Handflächen aus. Ein Stimmengewirr ertönte, die Anderen hatten offenbar mitbekommen, was passiert war. Als er im Begriff war, das Bewusstsein zu verlieren, spürte er es - ein Licht. Ein Licht, das ihn vor langer Zeit schon einmal geheilt hatte.

Gyldor beugte sich erschöpft über ihn.

"Ihr müsst besser aufpassen."
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:01 pm

Ân schrieb:
Etwas abseits auf den Stufen der Akademie steht er und betrachtet das Geschehen auf dem Markt. Der Geruch von Verwesung und Tod ist in einigen Moment fast unerträglich als der Wind ihn herüberträgt von den Massen an Untoten, die sich über den Markt schleppen ... oder niedergeschlagen werden von den Wachen und Bewohnern der Stadt.

Er runzelt die Stirn als er eine der Kreaturen etwas genauer betrachtet. Sein Blick wandert nachdenklich über den verfallenen, zerstückelten Körper an dem nur in Ansätzen zu erkennen ist aus welchen Teilen es zusammengesetzt ist.

Wieder sieht er auf und bemerkt das es den Verteidigern gelingt die Meute in Richtung Stadttor zu drängen. Selbst von hier ist die schwebende Nekropole über der Stadt zu erahnen. Er weiss, würde er sich konzentrieren, wären selbst ihre leisen Schwingungen wahrnehmbar.

Wieder ein Blick auf den Markt.

Seltsam still ist es. Das Geschrei und der Klang von Waffen ist verklungen. Kein dumpfes Geräusch mehr, wenn leblose Körper auf Stein treffen. Kein Wimmern.

Mit langsamen Schritten tritt er die Stufen hinunter und bleibt neben einer der Leichen stehen. Aus den Augenwinkeln nimmt er eines jener Ungeziefer wahr, die seit Tagen durch die Strassen der Stadt huschen.

Kaum hörbar summt er vor sich hin als er die Leiche genauer betrachtet. Ein langen Atemzug als er aus einer kleinen Tasche einen Behälter nimmt und vorsichtig etwas von den Hautfetzen und Fleisch ablöst. Er lässt die Stücke langsam in den Behälter fallen und verschliesst ihn sorgfältig bevor er sich wieder aufrichtet.

Zu schnell. Sie töteten die Kreaturen zu schnell. An den zerstörten Leibern war fast nichts mehr von Interesse oder Nutzen. Sein Stirnrunzeln wird tiefer und wieder wandert sein Blick über die Toten auf dem Markt.

Aus dem Gasthaus ist Stimmengewirr zu hören und Priester eilen auf den grossen Platz. Knien neben den Verwundeten und Toten.

Nachdenklich betrachtet er ihr Tun, verstaut dann den Behälter sorgsam in seiner Tasche und wendet sich langsam ab. Das leise Summen ist noch zu hören als er die Treppen hinaufsteigt und in der Akademie verschwindet.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:01 pm

Bloindil schrieb:
„Mögen die Geister dir holt sein!“

Mit diesen Worten rammte Bloindil den Speer nun gänzlich in den aufgeblähten Leib der untoten Kreatur, immer darauf bedacht die Länge der Waffe auszunutzen um den Krallen der Bestie nicht zu nahe zu kommen.

Endlich war der Ansturm abgeschlagen. Golden blitze sein rechtes Auge auf als er voller Wut die Ausmaße des Angriff analysierte. Wie aus dem nichts erscheint neben ihm der geisterhaft verschwommene Körper des von ihm beschworenem Katzengeist.

„Es wird Zeit“

Mit diesen Worten greift er unter seine Rüstung und holt den Runenstein hervor und lässt seine Gedanken in ihn fließen um den Klan zusammenzurufen.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:02 pm

Eor schrieb:
Eor studierte die Aufzeichnungen von Meister Murkey sorgfältig. Er hatte in den letzten Tagen die Mondlichtung kaum verlassen, zu wichtig war es diesen heiligen Ort vor der Geißel zu verhehlen und zu schützen. Daher hatte er diese unheilvollen Runen nicht mit eigenen Augen betrachten können, doch die Angaben des Meisters waren präzise, wie man es von einem Forscher erwarten konnte.

Nach einigen Stunden des Nachdenkens, studierens und der Beratung mit anderen Druiden setzte er folgendes Schritftstück auf:

"Werter Meister Murkey,

ich hoffe ich werde eurem in mich gesetztem Vertrauen gerecht. Die zauberkräftigen Zeichen, die ihr mir geschickt habt, sind mir als solche nicht bekannt. Jedoch weisen ihren Struktur, ihre Verwendung und ihre offensichtliche Wirkung auf Glyphen hin, wie sie mein Volk aus den Zeiten Aszharas kennt. Eindeutig machen sie sich nethermagische Strukturen zu nutze. Wir Kal'dorei, und so auch ich, vermeiden mit unserer Kunst jene Verbindungen aufzubauen, da sie wie eine Duftspur die brennende Legion anziehen werden und die Verderbnis über die Anwender bringen wird.

Es ist zu vermuten, dass die Runen die Wirkung besitzen, die in dem Getreide oder den Ratten wütende Seuche zu verstärken und ihre Übertragung zu gewährleisten. Ob sie überdies von dem Licht oder dem Wirken Elunes schützen sollen, kann ich nicht beurteilen. Die Kräfte der Welt jedenfalls schützen sich nicht selbst, sondern werden durch die eingesetzen Wächter bewacht, weshalb ich nicht denke, dass es einen Schutz vor "dem Licht" als dem Tageslicht bedarf.
Allerdings können die Zauberzeichen durchaus einen Schutz gegen reinigende Magie enthalten, dass will ich nicht leugnen.
So ihr ein solche Kiste bergen könnt, ohne euch und andere in Gefahr zu bringen, kann ich sie mir einmal genauer ansehen.

Elune und Cenarius mögen euch beschützen,

Eor Nebelkrähe"
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:03 pm

Asinueh schrieb:
Asinueh reiste wie fast jeden Monat zum Markt nach Ratchet um das Leder zu verkaufen, dass sie auf den Jagdausflügen der letzten Wochen erbeutet hatte. Schon als sie ankam, fiel ihr auf, dass die Stimmung anders war als sonst. Es war ein schöner Abend und der Wind wehte leicht und kühl vom Meer herauf. Aber es waren nur wenige Leute da und diese standen in einer kleinen Gruppe zusammen.
Sie überflog rasch mit den Augen die Gruppe und kam zu dem Schluss, das von denen wohl kaum jemand Bedarf an Lederwaren hatte. "Und nun?", fragte sie leise in Richtung ihres Jagdgefährten. Der große Panther schaute nur fragend zurück und drückt dann zum Zeichen seiner Zuneigung seinen Kopf so stark gegen ihr Bein, dass sie einen Schritt zur Seite gehen musste, um nicht umzufallen. Sie beschloß, erstmal abzuwarten, ob das Schiff aus Beutebucht vielleicht noch ein paar Kunden an Land spült. "Komm". Um sich die Zeit zu vertreiben, gesellte sie sich zu den wenigen anderen Marktbesuchern und lauschte ihren Gesprächen.
Es kam ihr wie eine halbe Ewigkeit vor und sie überlegte schon, den Markt unverrichteter Dinge wieder zu verlassen, als endlich das Schiff aus Beutebucht in Sicht kam. Aber es würde noch ein wenig dauern, bis die Reisenden all ihre Sachen vom Schiff geschafft hätten und den Markt erreichen würden. Deshalb hörte sie erstmal weiter amüsiert dem Tauren zu, dessen tierischer Begleiter wohl gerade Geburtstag hatte und besonders schüchtern war.
Plötzlich drang lautes Geschrei vom Steg herauf und dazu kam einen Augenblick später Kampfeslärm. Ihr Panther Adjani hob witternd die Nase und zuckte unruhig mit dem Schwan.z, während Asinueh versuchte zu erkennen, was sich weit hinten auf dem Steg tat. Offensichtlich hatten die Goblins die Situation schnell unter Kontrolle bekommen, denn es wurde wieder still.
"Entschuldigt mich, ich möchte nachsehen, was da passiert ist." Sie und einige anderen der Gruppe gingen hinunter zum Steg. Erst konnte sie nur erkennen, das zwei Elfen (sie vermutete anhand der Kleidung, dass es sich um einen Ritter und einen Magister handele) sich sehr interessiert über etwas fast zur Unkenntlichkeit Zerstückeltes beugten. Die Goblinwachen, die drum herum standen, hatten ganze Arbeit geleistet. Dann stieg ihr der vertraute Geruch von Moder und Verwesung in die Nase. "Also ein Untoter", dachte sie bei sich. Sie war durch die Szenerie so abgelenkt, dass ihr gar nicht auffiel, dass der Panther immer wieder gegen ihre Bein stupste und nervös hin und her lief. Der Ritter wandte sich dann einer etwas schwächlich wirkenden Goblinwache zu und sagte: "Ihm ist leider nicht mehr zu helfen." Noch während sie über die Bedeutung der Worte nachgrübelte, registrierte sie, wie sich der Goblin mit einer erschreckenden Geschwindigkeit veränderte. Die Haut wurde immer gräulicher, das Haar stumpf und überall an seinem Körper bildeten sich Ekzeme und Geschwüre. Dann fiel er reglos zu Boden. Im selben Moment hüpfte Adjani mit einen warnenden Fauchen zurück und das, was mal ein Goblin war, sprang auch schon wieder auf und griff den Ritter an.
Das war so viel auf einmal und ging so schnell, dass Asinueh einfach stehen blieb und starrte. Erst als der Ritter das "Ding" mit Hilfe der übrigen Goblinwachen niedergerungen hatte und jemand in der Nähe von einer Krankheit sprach, löste sich die Blockade in ihrem Kopf und die Erkenntnis, dass es sich um eine ansteckende Krankheit handelte, jagte ihr eisige Schauer ins Gedärm. Gerade wendete sie sich um, um den Steg und damit auf hoffentlich die Krankheit schnell hinter sich zu lassen, da erblickte sie Asun, der die Geschehnisse von weiter weg zu beobachten schien. Da er sie grüßte, hatte er sie dummerweise auch erkannt. An ein unauffälliges Verschwinden war jetzt also nicht mehr zu denken. Sie fasste sich und grüßte betont ruhig und freundlich zurück. Dann packte sie Adjani im Nacken, der immernoch recht aufgeregt um ihre Beine strich, um ihn etwas zu Ruhe zu bringen und schilderte Asun knapp die Geschehnisse, weil dieser erst etwas später hingekommen ist. Der untote Priester nahm das Geschilderte ohne Regung auf.
Währenddessen hatten der Ritter und der Magister beschlossen, eine Reise nach Beutebucht zu machen, wo sie die Ursache für diese Krankheit vermuteten. Zu ihrem Entsetzen wollte Asun, dass sie sich mit ihm zusammen dieser Reise anschließt, da der Ursprung der Krankheit, seiner Meinung nach, unbedingt gefunden werden müsse, damit man so viel wie möglich über diese Krankheit erfahre.
Jetzt saß sie in der Klemme. Durch ihren Rang war sie mit ihrer Ehre verpflichtet, für die Sicherheit der Drachenjäger zu sorgen. Und diese Krankheit war für alle eine Gefahr. Wenn sie jetzt im Beisein von Asun kniff, würde sie ihr Gesicht verlieren. Aber vor allem war diese Krankheit für sie selbst eine Gefahr und sie wollte auf keinem Fall so sterben mitten im Seuchenherd sterben.
"Ehre oder Leben?", fragte sie sich in Gedanken. "Leben...", schießt es ihr durch den Kopf und ihr Blick wanderte zu Asun, der sie zu beobachten schien, "...aber nur wenn keiner zuschaut."
Sie stieß einen lauten Seufzer aus und sagte an Asun gewand: "Ich hole meine Sachen."
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:04 pm

Amrei schrieb:
Mit steifen Gliedern kroch Amrei aus dem kleinen Zelt an der Zugwindspitze. Sie streckte sich ausgiebig und ging zu dem prasselnden Feuer in der Mitte des Lagers. Ein kurzer Salut in Richtung von Hohepriesterin MacDonnell, dann nahm sie sich mit einer Kelle etwas von dem heißen Aufguß, der aus dem verbeultem Kessel dampfte. Es war ein gutes Gefühl gewesen, einige entschlossene Streiter beim gestrigen Treffen in Darrowehr zu sehen, welches Anthalos einberufen hatte. Hoffnung und Kampfgeist hatte sie in den Gesichtern der Anwesenden lesen können. Einen vermisste sie jedoch: Was war mit Falconiér? Sie nahm sich vor, sich bei Gelegenheit an der Kapelle nach ihm zu erkundigen.

http://img1.abload.de/img/wowscrnshot_102708_2111d5n.jpg

Motiviert war sie dem Aufruf gefolgt, sich der Nekropole im Süden Kalimdors entgegenzustellen. Etwas mehr als ein Dutzend mochten es gewesen sein, die sich zielgerichtet ihren Weg durch die Wüste bahnten. Hitze und Staub machten Amrei ein wenig zu schaffen, die Sicht erschwert, verlor sie einige der bekannten Gesichter aus den Augen. Unentwegt strömten die leidigen Kreaturen auf die Streiter zu. Die Priesterin spürte, wie sich kalter Schweiß auf ihrem Nacken bildete, orientierungslos richtete sie wahllos Heilzauber auf die Gestalten, die im Kampfgetümmel zu einer grauen Masse zu verschmelzen schienen. Zeit für Pausen verblieb keine, das kleine Heer ritt weiter und weiter von Feind zu Feind. Irgendwann - endlich - wurde es still. Die Leute um sie ließen sich erschöpft in den Sand sacken. Der Hustenreiz wollte nicht von ihr lassen, entkräftet hievte Amrei sich auf ihr Ross, klammerte sich um den Hals der Stute. Sie hatte Glück und erreichte gerade recht das Schiff, um nach Menethil überzusetzen. Mehrmals ertappte sie sich dabei, wie sie auf dem Rücken des Greifen, der sie zur Zugwindspitze bringen sollte, beinahe einnickte. Sie ließ sich rasch ein Lager zuweisen und es folgte ein tiefer, traumloser Schlaf.

Nun stand sie hier. Konkrete Einsatzpläne lagen nicht vor. Sie fragte sich, wie die Lage in den Städten nunmehr sein mochte. Langsam leerte sie ihren Becher, um dann ihre Rüstung zu richten. Amrei füllte die Satteltaschen von Lindy mit etwas Proviant und entschloss sich zu einer Patrouille in der Gegend.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:05 pm

Rubinia schrieb:
Gleich nachdem eintreffen des Boten asu der Unterstadt reißte Rubinia zum Grab des Lichtbringers um zu beten.
Der Priester vor Ort sah sie als Feind an und griff sie an. Mit hilfe ihrer Magie konnte sie ihn schließlich Fesseln ohne ihm ernsthaft Schaden zuzufügen. Die junge Paladina kniete nieder vor der Statue des Lichtbringers und begann zu beten.
In der Zwischenzeit konnte sich der Priester befreien und holte hilfe. Rubinia, tief im gebet versunken bekamm nichts davon mit.
Der Priester kam mit einigen Paladienen zurück. Sofort griffen diese an. Plötzlich wurde Rubina von einem seltsamen Leuchten eingehüllt. Die Schläge trafen ins leere und Rubinia war veschwunden.

Als sie dieAugen wieder öffnete war sie in ihrer Kammer, der Lichtbringer hatte sie geschützt. Er hatte ihr gebet beantwortet und nun wußte sie was sie zu tun hatte. Rubinia reiste zu dem Markt nach Ratschet. Da ihrem Aliegen keiner Gehör schenken wollte, reißte sie, auf den Schutz des Lichtbringers vertrauend nach Beutebucht.
Nach ihrer Rückkehr war sie selbst infiziert. Immernoch wöllte keiner auf sie hören, stattdessen gingen sie selbst zur Beutebeucht.
Die Seuche wurde in der zwischenzeit von einem Heiler ihr genommen. Als der Großteil weg war, kam ein Schiff voller Ghule. Mutig versuchte steltle sich die Paladina dem Feind entgegen.
Doch gegen die überzahl an Feinden konnte die heilige Kriegerin nicht bestehen. Schleißlich viel sie in der Schlacht und wurde zum Guhl. Durch den Schutz des Lichtbringers, war ihre Seele aber geschützt.
So konnte sie mit der Kraft des Lichtes wiederbelebt werden.
Mit schwacher Stimme sprach sie zu dem Paladin, der sie belebt hatte und berichtete ihm von dem Auftrag des Lichtbringers für ihn.
Kurz darauf wurde das Wegkreuz angegriffen. Rubinia immerncoh schwer angeschlagen machte sich trotzdem auf den Weg um zu helfen. Der Kampf dort raubte auch ihre letzten Kräfte und sie musste sich vorerst zurückziehen.
Im Moment ruht sie sich in ihrer Kammer im Hauptquartier der Blutritter aus.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:06 pm

Thaelia schrieb:
Aus dem Tagebuch Thaelia Sonnenlaubs:

[...]"Denkt daran, Silbermond ist nicht sicher“, hatte der Hochelf bei der Kapelle des hoffnungsvollen Lichts gesagt. Wie Recht er doch hatte. Erst wenige Tage zuvor hatten wir einen Angriff der Geißel mit Mühe eindämmen können und es wurden immer mehr.

Zuerst soll es nur eine seltsame Kiste in Beutebucht gewesen sein und dann tauchte das Ungeziefer in den Städten auf. Auf den Fuß folgten die Ghule mit ihren widerlichen Pestwolken, mit denen sie danach trachteten, uns zu Ihresgleichen zu machen. Selbst die hatten die meisten nicht richtig ernst genommen. Erst, als sie anfingen mehr zu werden – viel mehr – und die Städte zu überfallen, wurde uns das Problem wirklich bewusst.

Und besonders nach dem Angriff vor einigen Tagen.

Ich erinnere mich an die junge Elfe, die in Silbermond vor einiger Zeit auf dem königlichen Markt gestanden hatte. An jenen Abend erinnere ich mich, als sei es gestern gewesen. Nun, ich gebe zu, am besten erinnere ich mich an die interessante, wenn auch hoffnungslose Diskussion mit Lord Coldbreaker, über den Zustand meines Seelenheils...
Wie dem auch sei. Die Elfe hatte behauptet, die Geißel würde bald wieder erstarken.

Wie Recht sie doch hatte...

Damals hatte sie von einer Veränderung der Magie gesprochen, die dem vorausgehen würde. Ich glaubte zwar auch nur halbherzig ihren Worten, aber die Veränderung in der Magie hatte ich tatsächlich gespürt. Allerdings hatte ich es als unsinniges Gefühl abgetan und erst nach ihren Worten war mir in den Sinn gekommen, dass es damit zu tun haben könnte.

Ein Abend zuvor, vor dem Angriff, trafen wir in Silbermond auf zwei bekannte Gesichter. Ich erinnere mich an das Gespräch zwischen Nidalus und Hezekin und meine leise Unterhaltung mit Nítara. Die Männer hatten über ‚ernste Probleme‘, wie sie es nannten, gesprochen. Niemand hatte ahnen können, dass unsere Probleme erst danach wirklich beginnen sollten.

Der Angriff der Geißel… Meine Erinnerungen sind nur noch bruchstückhaft. Damals, als der Lichkönig unsere Stadt zerstörte, wie heute, als die Wellen der Ghuls über uns hereinfallen.

Von besagten Abend vor ein paar Tagen weiß ich nur noch, dass wir in Silbermond ankamen und dann ging alles drunter und drüber.

Von einem Ghul verpestet zu werden, ist ungefähr so, als würde man unter Wasser gedrückt und versuchte verzweifelt den Prozess des Erstickens aufzuhalten. Man kann nicht atmen, das giftige Gas verklebt die Lungen regelrecht. Dann setzt ein Schwindel ein, Übelkeit, ein Gefühl, als sei man zu schwach, um überhaupt irgendetwas zu tun… So müssen sich die Dämonendiener fühlen, wenn man sie nicht fort schickt, bevor man einen anderen Diener zu sich ruft. Beschwörungsdesorientierung nannte einer meiner eher theoretisch veranlagten Lehrmeister diesen Zustand…
Zurück zum Thema… wenn nun keine Heilung eintritt, ist es bald darauf zu spät. Wie es ist, wenn es zu spät ist… Es ist seltsam, denke ich. Ich weiß es nicht mehr, ich erinnere mich nicht. Meine Erinnerung setzt zu einem späteren Zeitpunkt erst wieder ein. Irgendjemand muss mich zurückgeholt haben.[...]


Ein weiterer jedoch wesentlich kürzerer Eintrag

[...] Wir werden nicht weichen! Niemals! Meine Familie wird keine zweite Allania erleben müssen, diesmal nicht. Ich bin vorbereitet, ich bin nicht allein - wir sind nicht allein! Warte nur Arthas, diesmal wirst du bezahlen![...]

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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Do Okt 30, 2008 12:07 pm

Nalija schrieb:
Die Luft wurde schon kühl in der dämmernden Wüste, trotzdem glänzte das Gesicht der Priesterin vor Anstrengung. Endlich zerplatzte der Kristall mit einem berstenden Geräusch und die Nekropole rückte weiter vor, hier war der Kampf gewonnen.

Die Gefährten verabschiedeten sich nach und nach, auch Retgar und Frau Lichttreu brauchten ein Päuschen. Aber Nalija hatte das Bedürfnis, weiter zu kämpfen, und so ritt sie alleine zum nächsten Feld, zum nächsten Kristall.

SIe hätte nichts gegen die Untoten ausrichten können, wären dort nicht schon Kämpfer vor Ort gewesen. Eilig lief sie umher, stärkte diesen, reinigte dort und heilte hier, hier und hier nach Leibeskräften. Anders als sonst bekam sie von Zeit zu Zeit ein Dankeswort zu hören, was ihren Eifer anspornte.

Als auch dieses Feld, dieser Kristall fast zerborsten war, luden drei der Kämpfer sie ein, mit ihnen zu ziehen. Nalija kannte sie nicht, aber sie hatten tapfer gegen den Ansturm der Untoten angekämpft und so schloss sie sich ihnen an.

Weiter ging die wilde Hatz kreuz und quer durch die nächtliche Wüste. Kalt zerrte der Wüstenwind an ihrem erhitzten Leib, wenn sie auf der Suche nach neuen Felder der Geißel über den Sand jagten, hatten sie eines gefunden, erglühte sie schon bald wieder unter dem Licht, dass durch ihre Hände, durch ihren Körper strömte und die Kämpfer am Leben erhielt.

Immer hatte sie auch ein Auge auf andere Streiter, schließlich hatten hier alle zusammen zu halten. Nur für die Helfer der Horde konnte sie leider nichts tun.

Als das letzte Feld geleert und die Nekropole aus Tanaris vertrieben war, für dieses Mal, beugten sich die erschöpften Kämpfer über die Überreste und die Knochenberge und suchten heraus, was noch brauchbar schien. Die Magierin zog eine wundervolle Robe aus dem Staub und schüttelte sie aus. Erstaunlich, woher mochten diese Geschöpfe solch eine Robe haben?

Sie trat zu der schwer atmenden Priesterin und reichte sie ihr. "Diese wird Euch sicherlich gute Dienste leisten, junge Heilerin." Staunend und dankbar nahm Nalija die Robe entgegen und packte sie in ihre Tasche. Eine gründliche Wäsche würde der Robe sicher nicht schaden.


Langsam zur Ruhe kommend lauschte Nalija dem leisen Schlag der Wellen unter der Mole in Theramore und dem Flötenklang. Die Sterne glitzerten, und endlich konnte sie die Erschöpfung zulassen, spürte die Anstrengung des Tages. Zum Gasthaus schaffte sie es noch, ihre Kleidung auszuziehen war zu viel. Schnell fiel sie in Schlaf, von einem lieben Menschen bewacht.
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BeitragThema: Re: Angriff der Geißel - Eure Geschichte   Fr Okt 31, 2008 11:45 am

Sarojin schrieb:
Und hier meine verspätete Geschichte. Am besten seht ihr sie als eine erweiterung der Gescichte Gyldors und Katies.
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Ich bin Sarojin vom Dunkelspeerstamm. Leitet diese Zeilen bitte an Yarumai vom Dunkelspeerstamm.

Ich habe mich mit einer Mannschaft Goblins einem Ork namens Garthok und einem Elf namens Valador angeschlossen die Vorkommnisse in Beutebucht zu untersuchen. Jetzt sind wir alle Infiziert. Der verdammte Ork musste ja eine der Kisten öffnen. Die verdammten Goblins mussten sie natürlich verladen. Und ich verdammter Narr musste ja zusammen mit diesem verdammten Elfen diese verdammten Zeichen untersuchen.


Hab mich eingeschlossen. Käptn gestern gestorben. Hab Leiche verbrannt. Garthok jetzt Käptn. Will schlafen, kann aber nicht. Zu hungrig. Kann Garthok hören, läuft ganze Nacht Auf und ab. Auf und ab. Ab und Auf. Wie wohl Orkfleisch schmeckt? Wohl nicht gut. Ist krank, wie wir alle. Bin müde und hungrig.

(am ende des Blattes ist etwas fast unleserlich hingekrakelt.)

Kann Hafen riechen. Leute. Endlich essen. Dann schlafen- schöner Schlaf.

Bericht von Apotheker Malim:
Alle drei Patienten stabil, Serum scheint Wirkung zu zeigen. Klärungbedarf warum gerade diese drei hier überlebt haben. Blutproben werden zwecks Untersuchung einer eventuellen Immunisierung entnommen, welche dann bei unseren Arbeiten berücksichtigt werden muss. Eventuell Probleme mit einem Blutelf Namens Ân Dunkelwirker.
Person untersuchte Patienten, entnahm ebenfalls Blutproben und stellte heikle Fragen. Weitere Nachforschungen und eventuell Problemlösung erforderlich.
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